Ich bin gestürzt – Welche Produkte erleichtern mir den Alltag?

GehstockStürze sind bei Senioren keine Seltenheit und sogut wie jede/r über 60-Jährige ist schon einmal hingefallen und hat sich dabei mehr oder weniger gravierende Verletzungen zugezogen. Schuld daran sind: Unachtsamkeit, unebene Gehwege, Einschränkungen in Motorik/Bewegungsfreiheit oder unüberlegte Hast. Wenn mehrere dieser Faktoren zusammen kommen, ist der Sturz meist nicht fern. Das Verstauchungen, Prellungen und sogar Knochenbrüche die Folge sind, liegt einerseits an der Härte des Aufpralls, auch bedingt durch den Untergrund und andererseits am Zustand der Knochen. Im Alter ist dieser, oft auch durch Osteoporose, erwartungsgemäß nicht mehr zu vergleichen mit einem Skelett eines Mitte 30-Jährigen. Insbesondere im Fall von Knochenbrüchen ändert sich der Alltag für einige Wochen grundlegend. Einfache Abläufe und Bewegungen können nicht mehr wie gewohnt durchgeführt werden. Am häufigsten und gleichzeitig am einschneidendsten für die normalen Aktivitäten sind Verletzungen der Gliedmaßen. Bei einer Verletzung oder einem Bruch an den Beinen, ist das Gehen mehr oder weniger stark eingeschränkt und Gehhilfen werden notwendig. Je nach Schwere empfehlen sich Gehstöcke oder Rollatoren. Sie ermöglichen eine Fortbewegung ohne fremde Hilfe. Um Einkäufe zu erledigen, gibt es Rollatoren mit Verstaumöglichkeiten in den verschiedensten Ausführungen. Bei Gehstöcken gibt es Modelle, die nicht nur recht preisgünstig sind, sondern gleichzeitig formschön und unauffällig.
Im Falle einer Verletzung oder eines Bruchs der Arme oder des Handgelenktes, z. B. durch das Abstützen bei einem Sturz, werden viele als selbstverständlich „von der Hand gehende“ Tätigkeiten schwer fallen oder gar nicht mehr möglich sein. Oft kann der Arm nur noch sehr schwach oder gar nicht mehr belastet werden. Einarmig den Alltag zu bewältigen, stellt Sie im Badezimmer, sowie in der Küche vor viele Herausforderungen. Schon beim Anziehen und spätestens beim Öffnen des Marmeladenglases müssen sie möglicherweise Hilfe in Anspruch nehmen. Verschiedene Produkte, die Ihnen gewohnte Tätigkeiten ermöglichen, finden Sie hier.
Um gewisse Einschränkungen im Alltag werden sie dennoch nicht herum kommen. Schließlich sind mit jeder auch noch so kleinen Beanspruchung, besonders im Falle von Brüchen, Schmerzen verbunden. Sie sollten sich auf einen mehrwöchigen Heilungsprozess einstellen und sich Hilfe suchen bei Tätigkeiten, die trotz verschiedener Produkte und kleiner Hilfsmittel nicht möglich sind. Hilfreich ist es auch den Tagesablauf genau im Vorhinein im Kopf durchzugehen, um zu erfassen und sich zu notieren, wo Hilfe benötigt wird. So können Sie helfenden Händen genaue Aufgaben geben, was zu erledigen ist und stehen am Abend nicht da und scheitern am Öffnen der Zahnpastatube.

P.S. Als kleinen Tipp im Falle einer bestehenden Unfallversicherung – Prüfen Sie den Versicherungsumfang! Häufig können Pflegekräfte in Anspruch genommen werden oder es kann für helfende Personen im Bekanntenkreis eine Art Aufwandsentschädigung beantragt werden.

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8 Antworten auf Ich bin gestürzt – Welche Produkte erleichtern mir den Alltag?

  1. Thomas sagt:

    Eine gute Vorraussetzung für mehr Sicherheit besteht im Zweifel auch darin, frühzeitig zu erkennen, ab wann man auf eine Gehhilfe angewiesen ist. Ich habe bei Gesprächen mit Freunden Bekannten, und meinen Eltern ähnliches erfahren können: Der Stolz überwiegt bei vielen Menschen. Anderen ist es auch unangenehm, in der Öffentlichkeit mit einem Rollator oder einem Gehstock gesehen zu werden.

  2. Mikkl sagt:

    Unsere Großmutter hat sich in kürzesten Abständen beide Fussgelenke gebrochen. Kaum war das eine ausgeheilt, stolperte sie und brach sie sich das andere. Das sie nur einen Gehstock hatte, haben wir ihr zusätzlich einen günstigen und schmalen Rollator gekauft damit sie auch in ihrer engen Wohung mobil und selbstständig bleiben konnte. Klar war es eine anstrengende und mühevolle Zeit, aber jetzt ist sie wieder fit.

  3. Tommy sagt:

    Ich gehöre zwar noch zur jüngeren Generation, aber seit einem Unfall benötige ich auch einen Gehstock. Schien- und Wadenbein waren komplett zertrümmert. Das Schöne ist, dass die Strecken ohne Stock mittlerweile immer länger werden. Ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben, dass ich eines Tages mal wieder Joggen und richtig Sport machen kann 🙂

  4. Boris Azihwua sagt:

    Genialer Artikel ! 🙂

    Liebe Grüße

  5. Peter sagt:

    Gute Zusammenfassung. Zu erwähnen wäre vielleicht noch das auch die Verwendung eines Rollators ein gewisses Training erfordern.
    Nicht selten stürzen Senioren auf abschüssiger Strasse, weil sie ungeübt sind oder bleiben in Gully deckeln hängen.
    In einigen Gegenden werden Trainings angeboten und die Teilnahme kann ich nur empfehlen!

  6. Hagen sagt:

    Ganz wichtig ist auch die richtige Auswahl der Sitzhöhe und die passende Einstellung der Griffhöhe. Ein häufiger Fehler ist ein zu hoch eingestellter Rollator. Man spricht auch vom „im“ Rollator gehen. In dieser Haltung kann man die Rollatorgriffe mit leicht gebeugten Armen locker umfassen.
    Nur durch diese Körperhaltung kann man, wenn man stolpert, die Arme durchdrücken und sich auf dem Rollator abstützen. Sind die Griffe zu hoch, rollt der Rollator beim Fallen nach vorne und bietet nicht mehr genügend Halt. Sind die Griffe zu niedrig, geht man zu sehr gebeugt. Der Blick sollte nach vorne und nicht nach unten gerichtet sein.

  7. Shimill sagt:

    Um Stürze selbst mit einem Rollator zu vermeiden, ist eine korrekte Einstellung des Rollators nötig. Die optimale Körperhaltung hat der Nutzer, wenn sich die Fußknöchel beim Stehen auf einer gedachten Linie zwischen den Hinterräders befinden. Man spricht auch vom “im” Rollator gehen. In dieser Haltung kann man die Rollatorgriffe mit leicht gebeugten Armen locker umfassen.
    Nur durch diese Körperhaltung kann man, wenn man stolpert, die Arme durchdrücken und sich auf den Rollator abstützen. Sind die Griffe zu hoch, rollt der Rollator beim Fallen nach vorne und bietet nicht mehr genügend Halt. Sind die Griffe zu niedrig, gehen Sie zu sehr gebeugt.
    Der Blick sollte nach vorn und nicht nach unten gerichtet sein.

  8. Kevinb. sagt:

    Man sollte den Verzicht auf eine Gehhilfe nicht zulang aufschieben um Unfälle zu vermeiden.
    Oft wollen es betroffene nicht gleich einsehen das ein Rollator ihnen mehr Sicherheit geben würde. Im Internet kann man sich gut Informieren und einen Rollator recht günstig kaufen.

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